Interview mit Night In Gales auf dem Rage against Racism 2018

Bildergebnis für Night in Gales

19:15. Ich bin mit Jens Basten eine Stunde nach dem Auftritt von Night in Gales zum Gespräch verabredet. Zwar finde ich ihn erst, nachdem ich ihn mit seinem Bruder verwechselt habe…egal. Nach dieser Peinlichkeit finden sich die Band und ich in den heiligen Hallen des Backstagebereiches zusammen, wo alle bis auf Frank versammelt sind und ihre mexikanischen Teigtaschen zu futtern kriegen. Im Folgenden entspannt sich ein 45 Minuten langes Gespräch zwischen der Truppe und dem nervös-verrafften Fragesteller…

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Darkspace – Dark Space III I

 

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Man schrieb das Jahr 13,81 ± 0,040002014 Mrd. nach Weltraumzeit und nach unendlich scheinenden sechs Jahren seit ± 13.814.0002.008 erschienen die Black Metal Aliens Zorgh, Wroth und Zharaal alias Darkspace mit ihrem neuesten Logbucheintrag.

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Nostalgie: Kassetten aufnehmen im Jahr 2014 (gilt aber auch drei Jahre danach)

„Ich könnte eigentlich mal wieder eine Kassette aufnehmen“, denke ich.

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Immer der gleiche Scheiß…

Oder: Jährlich grüßt das Murmeltier. Festivals, Konzerte und das selbst auferlegte Rad des ewigen Leidens

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Interview mit Hubert Döring

Herr Döring, weshalb ist die Kunst die Ihnen gemäße Sache des Ausdrucks?

Für mich müssen Sie wohl „Kunst“ durch „Bildende Kunst“ ersetzen. Ich produziere etwas. Das, was ich produziere, sind wohl meine Fragen an die Welt. Ich sehe bildende Kunst vor allem als Kommunikationsform für philosophische Fragen.

Philosophie ist ja die Liebe zur Weisheit – nur: Liebe zur Weisheit zu haben heißt nicht, daß man sie auch besitzt. So erfahre ich oft Widerspruch, wenn ich mich verbal äußere – Widerspruch, der auch sehr verletzend sein kann. Meine Bilder stört es nicht, wenn man sie beschimpft. Sie sind für mich vielleicht auch so was wie ein Puffer…

Bei einer Betrachtung Ihrer Bilder fällt auf, daß sie nicht aus dem Verständnis einer Epoche gemalt worden sind. Gibt es dafür einen besonderen Grund?

Meinen Sie mit „aus dem Verständnis einer Epoche“ die Vertretung eines bestimmten Stils? Wie könnte ein Künstler einen Stil vertreten, sich festlegen, wenn er noch Fragen hat? Und wenn man seine eigenen Fragen beiseite läßt – reduziert man sich dann nicht auf einen Epigonen? Wo bliebe dann mein „Ich“? Oder habe ich die Frage falsch verstanden?

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Interview mit Wurstschranz alias Wu-Schranz

Na, schon hungrig?

Ihr habt als Gruppe mit eurer Tonkunst die Musikwelt Mitte bis Ende der 2000er kräftig durchgerüttelt. Manch’ ein Musikjournalist bekam direkt bei euren ersten Songs kalte Füße, weil ihr einem Fiebertraum gleicht und weder als Personen noch als musikalische Einheit zu fassen wart. Beschreib’ doch einmal retrospektiv, wie die damalige Zeit für euch als Protagonisten gewesen ist. Was machte damals die Essenz des Wurstschranz aus?

King Kassler: Wu-Schranz existierte zunächst als reines Spaßprojekt (Hör’ gefälligst auf, zu lachen!). Tatsächlich gehörte ich nicht zu den Initiatoren des Ganzen, sondern Zwackelmann und Fred (ich weiß schon gar nicht mehr, wie sein richtiger Name war). Jedenfalls unterschied sich deren Auffassung doch sehr von unserer, wie ich im Nachhinein sagen muß. Also fanden sich der Curry König, King Kassler (also ich), Mett Dämon (damals noch The Incredible Vegiterrible) und der Kutze zusammen, um einen heute legendären „Lost Track“ aufzunehmen. Vermutlich ist dieser mittlerweile bei „WOM“ in Köln (atomisieren!) gelandet. Die Marschrichtung war von Anfang an eine andere, allerdings, und das ist enorm wichtig für das Grundverständnis des Wurstschranz, ohne vorher etwas am Reißbrett entworfen zu haben. Die Hakenwurst formte sich gewissermaßen aus dem Unterbewußtsein.

Curry König: Fred hörte in Wirklichkeit auf den Namen Fred. Komisch, oder? Die Essenz des Wurstschranz kann man nicht erklären. Aber man kann sie hören und schmecken.

King Kassler: Das größte Faszinosum für mich war, wie organisch, fettig und fleischig unser Schaffen klang, im Gegensatz zu unseren „Genrekollegen“, deren Sound eher nach verbranntem Plastik roch, was auch nicht schlecht ist, aber eben nur halb so gut schmeckt.

Curry König: Ein voller Bauch quatscht nicht gerne. Also beeil dich mal mit deinem Interviewgedöns hier. Mir knurrt schon wieder die Wampe…
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Znafelriff – Ruin

Einer der (ungewollten) Vorzüge des Daseins als Musikjournalist – hüstel, würg – ist,
daß einem der Chef alle Nase lang irgendwelche Veröffentlichungen obskurster Untergrundhorden zur Besprechung vorlegt. Ich kratze mich ja zuweilen am Kopf, wie solche digitalen Kausalverbindungen zwischen unserem popeligen No-Name-Webzine (‚tschuldige Chef, aber isso) und besagten Krachmaten zustande kommen.

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Mosaic – Old Man’s Wyntar

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Ich bekomme eine CD zwecks Besprechung geschenkt, in deren Beiheft empfohlen wird, diese nur in totaler Dunkelheit oder im Winter (oder in beidem) zu hören. Gut, ersteres muß mir jedenfalls keiner erklären; wer hört sich BM am Tag, noch dazu bei dieser Bullenhitze an – außer Leute, die für uns Konzertberichte schreiben? Nun will ich aber auch nicht warten, bis es wieder Winter ist und richtig kalt wird es hier in meiner Heimat ohnehin nicht. Die Jahre 2010 und 2011 waren da absolute Ausnahmen. Ich sollte wohl anmerken, daß die Aufnahmen für vorliegendes Album im November letzten Jahres begannen und sich den ganzen Winter hindurch zogen, daher die Veröffentlichung zum jahreszeitlich unpassenden Zeitpunkt. Jedoch ist vor dem Winter nach dem Winter, wie uns eine Adelsfamilie aus einem bekannten phantastischen Epos wissen lässt.

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Marode Heimat – Haus Tervoort

 

Wie es mit Hunden numal so ist, verlangen die kleinen haarigen Biester gerne mal nach Auslauf und wir Menschen sind in vielen Fällen gerne bereit, ihnen diesen zu gewähren. Zu Zeiten, als ich und meine Gattin noch einen solchen pelzigen Anhang unser Eigen nannten, führten uns unsere Spaziergänge gelegentlich an Orte, von denen wir gar nicht wußten, daß diese sich in unmittelbarer Umgebung befanden. So geschehen, als wir mehr oder weniger unverhofft auf die Ruinen des Hauses Tervoort stießen.

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Anaal Nathrakh – Desideratum

Seit Erscheinen des Werkes „Eschaton“ bin ich bekennender Anhänger der englischen Krachmacher. Mich beeindruckte und beeindruckt die Fähigkeit der Band, Melodie, Wahnsinn und Brachialität derart zu vermengen, daß es weder eintönig noch aneinandergeklatscht klingt.

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